Photovoltaik-Fassade: Solarstrom von der Gebäudewand
Photovoltaik an der Fassade:
Wenn das Dach nicht reicht – oder gar nicht geht
In vielen Städten und Gemeinden in Berlin-Brandenburg ist die Dachfläche bereits belegt, statisch schwierig oder durch Denkmalschutz eingeschränkt. Gleichzeitig steigen die Strompreise und der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit vom Energieversorger. Die Lösung kann dort liegen, wo man sie zunächst nicht erwartet: in der Fassade.
Mit einer Photovoltaik-Fassade (Solarfassade, Fassaden-PV) wird die Gebäudehülle zur Stromquelle – technisch ausgereift, optisch ansprechend und vor allem im Winter überraschend leistungsfähig.
Was ist eine Photovoltaik-Fassade?
Unter einer Photovoltaik-Fassade versteht man Solarmodule, die senkrecht an der Außenwand eines Gebäudes montiert oder direkt in die Fassade integriert werden. Je nach Projekt wird die PV-Fassade:
- vorgehängt (Kaltfassade mit Unterkonstruktion),
- bauwerksintegriert (BIPV – Building Integrated Photovoltaics),
- oder als gestalterisches Element mit verschiedenen Farben und Oberflächen ausgeführt.
Die Fassade übernimmt damit gleichzeitig mehrere Funktionen:
Schutz, Gestaltung – und Stromproduktion.
Lohnt sich eine Fassaden-PV überhaupt?
Häufige Frage: „Bringt das überhaupt etwas? Die Module stehen doch senkrecht.“
Tatsächlich liegt der Jahresertrag einer Fassadenanlage meist etwa 20–30 % unter einer optimal ausgerichteten Dachanlage gleicher Fläche.
Trotzdem kann sich eine PV-Fassade wirtschaftlich und energetisch sehr lohnen – insbesondere in diesen Fällen:
- Kein oder ungeeignetes Dach
Flaches Dach, starke Verschattung, Denkmalschutz oder bereits belegte Dachflächen. - Starker Strombedarf im Winter
Durch dieniedrige Sonnenbahn im Winter trifft die Strahlung flacher auf die Fassade. Steile bzw. senkrechte Module können in dieser Zeit relativ mehr Ertrag liefern, während Dachanlagen oft verschneit sind oder ungünstig angestrahlt werden. - Große, ungenutzte Fassadenflächen
Gerade Gewerbehallen, Bürogebäude oder Mehrfamilienhäuser haben enorme Fassadenpotenziale – Studien zeigen, dass die nutzbare Fassadenfläche deutschlandweit sogar größer ist als die Dachfläche.Energiezukunft
Die wichtigsten Vorteile einer Photovoltaik-Fassade
1. Mehr Eigenstrom im Winter
Während flach montierte Dachanlagen ihren Schwerpunkt im Sommer haben, kann eine steil angeordnete oder senkrechte PV-Fassade gerade im Winter relativ höhere Tageserträge liefern.
Das ist interessant für alle, die:
- auch im Winter Wärmepumpe, Klimasplitgeräte oder Lüftungssysteme betreiben,
- E-Mobilität ganzjährig nutzen,
- oder schlicht ihren Zukauf aus dem Netz reduzieren wollen.
2. Nutzung bislang „toter“ Flächen
Statt nur auf das Dach zu schauen, wird mit Fassaden-PV die vertikale Gebäudehülle zur Stromquelle.
Besonders bei:
- Gewerbehallen und Kühlhäusern
- Büro- und Verwaltungsgebäuden
- Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen
lässt sich so zusätzliche Leistung installieren, ohne weitere Flächen zu versiegeln.
3. Geringere Verschmutzung und einfachere Reinigung
Durch die senkrechte Montage lagern sich weniger Staub, Pollen, Blätter oder Vogelkot dauerhaft ab. Das verbessert langfristig den Wirkungsgrad und reduziert die Reinigungskosten – und falls doch gereinigt werden muss, ähnelt der Aufwand eher dem Fensterputzen als einer Dachreinigung.
4. Klimaschutz und Gebäudekomfort
PV-Fassaden wirken wie ein zusätzlicher, vorgesetzter Schild vor der Gebäudehülle:
- Im Sommer bleibt ein Teil der Wärmestrahlung draußen – das Gebäude heizt sich weniger auf.
- Im Winter kann die Fassade zur thermischen Verbesserung beitragen und so Heiz- und Kühlbedarf beeinflussen.
Worauf man bei der Planung einer Fassaden-PV achten muss
Damit eine Fassadenanlage wirtschaftlich und sicher arbeitet, sind einige Punkte entscheidend:
Ausrichtung & Verschattung
- Optimal ist eine Südfassade ohne größere Verschattung durch Nachbargebäude, Bäume oder Vorsprünge.
- Ost-/Westfassaden können ebenfalls genutzt werden, liefern aber andere Ertragsverläufe – das berücksichtigen wir in der Auslegung und im Energiemanagement.
Statik und Unterkonstruktion
Die Unterkonstruktion (z. B. Aluminium-Systeme) muss:
- dauerhaft wind- und schneelastsicher sein,
- zum Fassadenaufbau passen (Mauerwerk, Beton, Sandwichpaneele etc.),
- brandschutz- und bauordnungsrechtliche Vorgaben erfüllen.
Bei kristallinen Modulen an der Fassade sollte auf bauaufsichtliche Zulassungen (z.B. abZ des DIBt) geachtet werden.
Elektrische Planung und Sicherheit
- Stringdesign und Wechselrichterauslegung werden auf die vertikale Montage, Stranglängen und Verschattung abgestimmt.
- Die Leitungsführung erfolgt brandschutzkonform, Fluchtwege und Fenster bleiben zugänglich.
- Blitz- und Überspannungsschutz werden in das Gesamtkonzept des Gebäudes integriert.
Gestaltung und Corporate Design
Eine PV-Fassade ist auch Visitenkarte des Unternehmens:
- Wahl von Farbe, Moduloberfläche und Layout
- Integration von Logos, Lichtkonzepten oder architektonischen Elementen
- Abstimmung mit Architekten, Statikern und ggf. Denkmalschutz
Fassaden-Photovoltaik mit Sonnenkonzept
Sonnenkonzept plant und realisiert maßgeschneiderte Fassaden-PV-Anlagen in Berlin-Brandenburg – vom Einfamilienhaus bis zur großen Gewerbeimmobilie.
Unser Vorgehen:
- Vor-Ort-Analyse & genaue Vermessung
Wir prüfen Fassadenaufbau, Ausrichtung, Verschattung und Anschlussmöglichkeiten und vermessen die Flächen millimetergenau – gerade bei Fassadenanlagen ist Präzision entscheidend. - Individuelle Ertrags- und Wirtschaftlichkeitsberechnung
Wir berechnen, wie viel Strom Ihre Fassade übers Jahr – und speziell im Winter – liefern kann und wie sich das auf Ihre Stromkosten und Autarkie auswirkt. - Technische Planung & Gestaltung
Auswahl von Modulen, Unterkonstruktion, Wechselrichtern und Speichersystemen. Auf Wunsch binden wir Ihre PV-Fassade in einganzheitliches Energiekonzept ein (Speicher, Wallbox, Wärmepumpe). - Montage durch erfahrene Teams
Unsere Monteure sind geübt in der Arbeit an Fassaden, achten auf saubere Details und eine Umsetzung nach Stand der Technik und gültigen Normen. - Monitoring & Service
Auf Wunsch übernehmen wir die laufende Überwachung der Anlage und stehen für Wartung, Reinigung und Erweiterungen zur Verfügung.
FAQ: Häufige Fragen zur Photovoltaik-Fassade
Ersetzt eine Fassaden-PV meine Dachanlage?
In vielen Fällen ergänzt sie die Dachanlage sinnvoll. Besonders dann, wenn das Dach nicht ausreicht, um den gesamten Strombedarf zu decken, oder baulich eingeschränkt ist.
Ist eine PV-Fassade nur etwas für Neubauten?
Nein. Viele Systeme lassen sich auchnachträglich an Bestandsgebäuden montieren, sofern Statik und Fassade dafür geeignet sind.
Wie sieht es mit Blendung und Optik aus?
Moderne Module sind so aufgebaut, dass sie vergleichsweise wenig Licht nach unten reflektieren. Gleichzeitig bieten Hersteller verschiedene Farben und Glasoberflächen an, um die Fassade harmonisch zu gestalten.
Lohnt sich Fassaden-PV auch für private Einfamilienhäuser?
Ja, insbesondere wenn:
- das Dach kaum nutzbar ist,
- an der Südseite eine große, freie Wandfläche vorhanden ist,
- oder zusätzlicher Winterertrag für Wärmepumpe & E-Auto interessant ist.
Ihr nächster Schritt: Fassade prüfen lassen
Wenn Sie prüfen möchten, ob sich Ihre Fassade in Berlin-Brandenburg für eine Photovoltaikanlage eignet, sprechen Sie uns an:
- Sonnenkonzept GmbH, Spandauer Straße 75, 14612 Falkensee
- Telefon: 03322 850 8566
- E-Mail & Anfrageformular auf www.sonnenkonzept.de
Wir zeigen Ihnen, welches Potenzial in Ihrer Fassade steckt – und wie Sie daraus langfristig sauberen Strom und planbare Energiekosten machen.